Karam Abdullah - Zwei bewegende Ausstellungen


Bilder erzählen Fluchtgeschichten

Karam Abdullah ist 25 Jahre alt und seit dreieinhalb Jahren in Deutschland. Etwa ab seinem siebten Lebensjahr hat er mit dem Malen begonnen. Er erzählt, dass das künstlerische Talent von seiner Mutter an ihn weitergegeben wurde.

Geflüchtet ist Karam Abdullah von 2013 bis 2015 innerhalb Syriens und anschließend über die Türkei, den Balkan nach Deutschland. Das ist der Weg, dem die meisten syrischen Flüchtlinge folgten. Als Nachkomme einer palästinensischen Flüchtlingsfamilie, die 1948 durch die israelische Armee aus Palästina/Israel vertrieben wurde, sind die Fluchterfahrungen schon über mehrere Generationen in seiner Familie präsent.

Karam Abdullah kommt aus dem Lager Jarmuk, das sich über die Jahre zu einem Stadtteil von Damaskus entwickelt hat. . Dieser Stadtteil, der immer noch “Camp“ genannt wird und in dem er aufwuchs, wurde von der syrischen Armee im Jahr 2013 angegriffen und belagert.

Seit diesem Ereignis befindet Karam Abdullah sich auf der Flucht. Von den 160.000 Menschen die einst im Camp Jarmuk lebten, leben schätzungsweise keine 10.000 Menschen mehr dort.

Wie wohl alle Menschen, die vor Krieg und Terror fliehen, möchte auch Karam Abdullah in Frieden leben. Sein Traum ist ein friedliches Leben in seiner gefühlten Heimat Palästina.

Solange Unfrieden im Nahen Osten herrschen, möchte er in Deutschland bleiben. Eine Rückkehr nach Syrien ist für ihn aufgrund der herrschenden politischen Verhältnisse auf lange Zeit nicht möglich.

Zurzeit wohnt Karam Abdullah in einem privaten Zimmer in Kraichtal. Seine erlernte Tätigkeit im Restaurantfach konnte er dort vor Kurzem wieder aufnehmen.


Verfügbare Ausstellungen

Die Ausstellungen werden begleitet und gefördert vom Verein Kraichtal hilft e.V.

Kontakt zum Ausstellungsteam

Tobias und Annette Stefaniak
Gabriele Fuchs

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